Awareness

~ english below!

Ansprechteam

Das Queerfeministische- Sommercamp  soll ein Ort sein, an dem ihr euch wohlfühlt! Gleizeitig wirken auch hier die herrschenden Strukturen wie bspw. Rassismus, Sexismus, Klassismus und Ableismus. Unterschiedliche Menschen sind von diesen Verhältnissen auf unterschiedliche Weise betroffen. Uns ist es daher wichtig, einen bewussten Umgang miteinander und mit dem Wirken dieser machtvollen Strukturen zu haben. Ein achtsamer Umgang bedeutet für uns unter anderem, dass wir einander zuhören wollen und andere Personen in ihren Erzählungen ernst nehmen. Dazu gehört außerdem das Wissen darufm, dass wir unterschiedliche Bedürfnisse haben und das Eingeständnis, dass wir alle- auch wenn wir es nicht wollen- in die Verhältnisse verstrickt sind und dadruch Menschen aus versehen verletzen können.
Du bist im Camp in eine unangenehme Situation geraten, du fühlst dich diskriminiert, bedroht oder  verunsichert, dir geht es mit etwas nicht gut, du hast dich über etwas geärgert oder du bist einfach gerade emotional überfordert und möchtest nicht alleine sein?

Dann gibt es hier auf dem Camp das Ansprechteam, die über das Ansprechtelefon rund um die Uhr erreichbar ist. Außerdem gibt es einen Rückszugsort, an dem du alleine sein kannst oder mit einer Wunschperson zusammen, wenn du dich zum Beispiel in Ruhe aussprechen möchtest oder du einfach erstmal raus aus dem Trubel möchtest.

Ansprechtelefon Nummer: 01573 6532100

Du kannst zu uns kommen und wir schauen gemeinsam mit dir:

  • Was brauchst du gerade? Wir wollen dich unterstützen herausfinde, was du gerade brauchst, was dir gut tun könnte, und wen du ggf. danach fragen könntest.
  • Brauchst du neben dieser zuhörenden Unterstützung noch etwas anderes von uns? In diesem Fall schauen wir, ob und wer  von uns das gerade für dich tun kann. Deine Bedürfnisse sind uns wichtig, wir verstehen uns aber nicht als DIenstleister_innen. Uns ist es nämlich auch wichtig, unsere eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren.
  • Wir schauen auch mit dir gemeinsam, ob an deinem Thema noch jemand anderes beteiligt ist, und ob oder wie du diese Person ggf. einbeziehen möchtest. Ggf. kann auch diese zweite Person von uns Unterstützung bekommen.

Wir wollen natürlich mit Personen auch im Falle über Konsequenzen nachdenken, dabei wollen wir Personen auch unterstützen, wenn ihr Wunsch ist, dass Menschen das Camp verlassen sollen. Wir wollen an dieser Stelle aber darauf hinweisen, dass wir uns nicht mehr und nicht weniger als andere Personen dafür verantwortlich fühlen eine solche Entscheidung zu treffen oder Menschen dabei zu unterstützen.

Keine Sorge wir rufen nicht die Polizei!
Wir lehnen es grundsätzlich ab mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Wenn aber du als betroffene Person von zum Beispiel sexualisierter Gewalt überlegst, eine Anzeige zu stellen, wollen wir dir dabei zur Seite stehen.

Bitte habt im Hinterkopf, dass die Erfahrungen die wir in unserem Alltag machen stark von euren abweichen können / Wir versuchen trotzdem euch so gut wie möglich zu unterstützen wenn ihr wollt.

Noch ein Wunsch von uns: Passt auf euch selbst und aufeinander auf, und fragt nach ob es Menschen gerade gut geht, oder sie sich Unterstützung wünschen!

Wir sind auf dem Camp für euch da, kommt auf uns zu, auch und gerade wenn ihr euch unsicher seid!

Drogenkonsum

Auf diesem Camp wünschen wir uns von allen Leuten einen rücksichtsvollen Umgang mit Drogen. Ob Alkohol, Zigaretten oder anderes, es gibt viele Leute die mit Substanzen schlechte Erfahrungen machen – ob in der Selbstnutzung oder im Umfeld von Leuten die Drogen nehmen.

Wir wünschen uns, dass alle Veranstaltungen und das Veranstaltungsgelände drogenfrei bleiben. Ihr könnt etwas abseits, auf dem Zeltplatz oder in dem speziell dafür vorgesehenen Drug Space konsumieren, aber achtet bitte auch dort auf die Bedürfnisse der anderen und fragt besser vorher zwei Mal nach!

Seht ihr Personen die in eurer Nähe konsumieren und seid euch nicht sicher, ob das hier gerade der richtige Ort sind oder ihr_andere Leute euch_sich davon gestört fühlt – zögert bitte nicht die Person darauf hinzuweisen. Scheint das gerade nicht möglich, holt euch gerne Unterstützung vom Ansprech-Telefon: 01573 6532100

Auch oder vielleicht insbesondere Alkohol zählt zu den Drogen, die schnell ein unsicheres Umfeld für viele Leute schaffen kann. Wusstet ihr, dass in den weitesgehend alkoholfreien Communities der Zapatistas in Mexiko um die 90% weniger häusliche Gewalt vorherrscht, als in eurowestlichen Durchschnitt? Laute, betrunkene Personen rufen schnell ein Gefühl der Unkontrollierbarkeit von Situationen hervor. Bitte respektiert das Bedürfnis von Menschen, dass Alkoholkonsum vor allem abseits vom Geschehen geschieht. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden Alkohol auszuschenken. Bringt deshalb im Falle des Falles euren eigenen mit.

In dem Drug Space stehen immer gemütliche Sitzgelegenheiten bereit um dort eine Zigarette zu rauchen. Für Zigaretten wünschen wir uns ansonsten was weiter oben steht. Dies ist uns insbesondere wichtig um einen spielerischen Raum für Kinder und Eltern_Vertrauenspersonen schaffen zu können.

Ihr habt im Drug Space die Möglichkeit den Wunsch zu äußern, dass für die Dauer eures Aufenthaltes bestimmte Drogen nicht konsumiert werden. Hierfür hängt vor dem Drug Space eine Drehscheibe. Dreht diese beim hineingehen einfach auf die unerwünschte Substanz und fragt beim rausgehen, ob es ok ist sie auf „alle Drogen ok.“ zurückzustellen.

Aus drogenfreien Zusammenhängen kommt oft die Kritik, dass in Räumen wo Drogenkonsum und Geschehen getrennt werden, sich drogenfreie Menschen schnell unter sich wiederfinden. Findet ihr euch nur unter Konsument_innen wieder, obwohl das ganz Geschehen woanders spielt, ist dies vielleicht eine gute Möglichkeit über den Konsum nachzudenken.

Bei Notfällen im Zusammenhang mit Drogenkonsum kann natürlich angerufen werden: 01573 6532100

 


 

Awarenessteam

We wish the queerfeminist summercamp to be a place where everybody can feel safe. At the same time power structures like racism, sexism, classism or ableism will unfold here too. Different people are affected in a differently by these, therefore we’ll find it important to carefully engage each other and keep these circumstances in mind. Carefullly dealing with each other means for us among other things: listening to each others stories and taking them seriously.. It also means knowing that we have different needs and admitting that we all, even if we don’t want to, are part of these power structures and that we do sometimes hurt people by accident.
You got into a situation that you feel uncomfortable with, you feel discriminated, threatened or insecure, you feel bad about something, feel angry about something or you just feel emotionally worn down and you feel the need for company?

Then you can always come to us. You can call us by dialing the number of the awareness phone down below. There is also a space to find shelter, with a person of trust or alone, if you want a quiet talk with each other or be away from the hurly-burly.

Awarenessphone: 01573 6532100

You can come to us and we can go through certain things together:

  • What do you need right now? We want to support you on your way to be aware of your needs and wishes and whom you could ask for help.
  • Something else apart from a pair of ears that will listen to you? In this case, we’ll see if there is somebody among us that can help you with your need. . Your needs are important to us, but don’t think of ourselves as personal service. This is especially because we also want to take care of ourselves.
  • We also want to help you think about other persons that you may want to get involved. Should the need arise, we can also provide support for the other person.

Of course we’ll support a person in thinking about consequences. This implies support even if there is the need for another person to leave the camp. But we want to point out, that we don’t feel more or less responsible for these kinds of decisions than any other person that’s around.

Don’t worry – we won’t call the police!
We generally refuse to work with the police. If you’re a person that, for example, is affected by an act of sexual violence, we want to be by your side when considering complaining to the police.

Please keep in mind, that the experiences we make in our everyday life can differ strongly from your own. We’ll still try to support you as best as we can.

Another request: take care of each other, check on each other frequently and don’t hesitate to ask if people need support!

We here for YOU! So please come to us even and especially if you’re not sure if you can bother us!

Drug use

We’d like everybody to be respectful and caring with others when considering drug use. It doesn’t matter if it’s alcohol, cigarettes or something else – there are many people that have made bad experencies with substances – either with their own use or in with other users. We’d like all events and venues to be sober spaces. Please take a little walk, use the extra drug space or if necessary stay at the camp site for drug use. Beware, even in those places please ask people if it’s ok to use in their presence!

If you see people using near you and you’re not sure if you or anybody else is ok with that – don’t hesitate to call the person out. If this doesn’t seem possible – we gladly offer support – just call the awareness-phone: 01573 6532100

We want to point out that when talking about drugs that create unsafe environments, we also and quite specifically think about alcohol. Did you know, that in the mostly sober Zapatista communities in Mexico there is around 90% less domestic violence in comparison to the european average. Loud, drunken peeps can quickly create a feeling of being out of control in a situation. Please respect people’s wish that alcohol shall be consumed in seperated spaces from the main event. We have intentionally decided to not sell alcohol. Please bring your own if you need to.

You’ll find comfortable places to sit in the drug space – for a cigarette or two. The things we wished for above, of course, also apply to cigarettes. This is of utter importance, as we specifically wish to create a playful space for kids and their parents_personsoftrust.

In the drug space you have the option to visibly express the wish for the suspension of certain drug use for the duration of your stay. You’ll find a dial for this reason in front of the drug space. Just turn the pointer to point to the substance you want to avoid when going in and ask everybody if it’s ok to put it back to all drugs allowed when leaving the site.

Sober peeps often criticize that at venues, where user and sober spaces are seperated – they’ll find themselves talking to each and each other only. If you’ll find yourself talking only to users the whole time or spending enormous amounts of time in the drug space, while the main events take place elsewhere – that could be a good moment to think about your use.

In case of emergency related to drugs you can of course call us: 01573 6532100